Später versuchte ich Kunst für´s Proletariat zu machen.
Bilder wie: «Rembrandt für Arme» entstanden, doch auch die Proleten fingen herzlich wenig mit mir an.
Es folgten Würfel. Ich war der Ansicht, daß der Kubismus
noch lange nicht zu Ende gedacht sei, doch die Würfel waren längst
gefallen!
Irgendwann war ich dann ganz und gar müde, ich wollte einfach
nicht mehr auf dem Kopf stehen und dabei mit den Ohren wackeln, damit
ein Schwein guckt und zeichnete nur noch das, was sich im unmittelbaren
Umkreis von hundert Metern ums Atelier herum befand.
Das waren dann Schaltkästen des Energieunternehmens, Ampelanlagen, Streusalzkisten und
stinkende Autos.
Jetzt hatte ich mich endgültig zum Idioten gemacht und mein Wirt hatte
großes Mitleid mit mir, für eine Zeichnung bekam ich ein Glas Ouzo.
Er war der einzige, der mein Genie erkannte.
Kosta stammte aus der Gegend
in Griechenland, in der sich der Eingang zum antiken Hades befand.
Irgendwie fügte sich auf wundersame Weise das eine in´s andere. Ich war
wieder zu den Wurzeln unserer Kultur zurückgekehrt. Und dort war es feucht.