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Nach jahrzehntelanger chronischer Erfolgslosigkeit verdiene ich jetzt meinen Lebensunterhalt mit dem Zeichnen alkoholischer Getränke und dem Schreiben lustiger Geschichten über mein Künstlerleben.
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Angefangen hat das Ganze als die größte Schnapsidee aller Zeiten in meinem Stammlokal: zum lieben Augustin in Stuttgart West, meiner Heimatstadt.
Ich hatte eines Tages damit begonnen, die Ouzos, die ich trank vorher zu zeichnen und diese Konstantinos, meinem Wirt zu schenken.
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Als er schon eine stattliche Sammlung davon hatte hirnten wir gemeinsam wie aus meinem Wahnsinn Kapital zu schlagen wäre.
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So wurde eines Nachts die Ouzografie aus der Taufe gehoben und mit Ouzo bespritzt.
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Wir planten das Projekt bis hinein ins kleinste Detail, nichts wollten wir dem Zufall überlassen! Denn wir wußten, wer schnell reich werden will muß hart arbeiten und wir arbeiteten hart, besonders am Tresen.
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Ich schrieb eine kleine Erzählung: "An der Pforte zum Himmel" mit viel Lokal Esprit. Als diese immer populärer wurde, war uns auf einmal klar, was wir angerichtet hatten! » zum Download
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Leseprobe
Später versuchte ich Kunst für´s Proletariat zu machen.
Bilder wie: «Rembrandt für Arme» entstanden, doch auch die Proleten fingen herzlich wenig mit mir an.
Es folgten Würfel. Ich war der Ansicht, daß der Kubismus
noch lange nicht zu Ende gedacht sei, doch die Würfel waren längst
gefallen!
Irgendwann war ich dann ganz und gar müde, ich wollte einfach
nicht mehr auf dem Kopf stehen und dabei mit den Ohren wackeln, damit
ein Schwein guckt und zeichnete nur noch das, was sich im unmittelbaren
Umkreis von hundert Metern ums Atelier herum befand.
Das waren dann Schaltkästen des Energieunternehmens, Ampelanlagen, Streusalzkisten und
stinkende Autos.
Jetzt hatte ich mich endgültig zum Idioten gemacht und mein Wirt hatte
großes Mitleid mit mir, für eine Zeichnung bekam ich ein Glas Ouzo.
Er war der einzige, der mein Genie erkannte.
Kosta stammte aus der Gegend
in Griechenland, in der sich der Eingang zum antiken Hades befand.
Irgendwie fügte sich auf wundersame Weise das eine in´s andere. Ich war
wieder zu den Wurzeln unserer Kultur zurückgekehrt. Und dort war es feucht.
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Eine beispiellose Erfolgsstory nahm ihren Anfang.
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Inzwischen verhandeln wir mit Destillerien, denn wir wollen unseren eigenen Ouzo brennen lassen. Unsere Rechtsabteilung sichert im Augenblick alle Rechte und Patente um gegen eine feindliche Übernahme chinesischer Schurken gefeit zu sein.
Die Promotionabteilung arbeitet fieberhaft an unseren Merchandising Produkten.
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Unsere Reinigungskolonnen renovieren die Kneipe, denn wir wollen ein gutes Bild abgeben, wenn demnächst die Fernsehteams aus aller Welt anrücken.
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Die Wände haben wir vorsorglich geräumt in Erwartung der Preise und Ehrungen.
Jetzt wird der Stier an den Hörnern gepackt, und nicht wie früher an den Eiern.
Vergessen sie daher nicht sich in unseren kostenlosen Newsletter Dienst einzutragen, damit wir laut geben können, wenn die nächste Orgie steigt.
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Ouzo Bar anlässlich des ersten deutschen Ouzografietages in der » Bildbar.
Foto: » Mattis Trommsdorff
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